09/04/2026 0 Kommentare
Ostern in St. Cäcilia - Ein persönlicher Rückblick auf das Triduum 2026
Ostern in St. Cäcilia - Ein persönlicher Rückblick auf das Triduum 2026
# Allgemeines - St. Cäcilia

Ostern in St. Cäcilia - Ein persönlicher Rückblick auf das Triduum 2026
Dankbar blicken wir Michendorfer zurück auf die feierlichen Kar- und Ostertage, die wir in diesem Jahr mit Pater Giese verbringen durften. Hineingenommen in sein brennendes missionarisches Herz erlebten wir die drei Heiligen Tage auf besondere Weise.


So wurden wir am Gründonnerstag durch die Fußwaschung an Jesu Demut erinnert, der uns den Auftrag des Dienstes an unseren Mitmenschen gegeben hat ("Wo die Güte und die Liebe wohnt, da ist Gott") und wanderten nach der anschließenden Agape singend den Wolkenberg hoch zur Ölbergstunde.
Das "Wachet und betet" gestaltete Monika Gunkel mit Impulsen zum Nachdenken über Jesu Leiden und auch über unser eigenes Schuldigwerden, was wir dann auf kleine Holzstücke geschrieben und zwei Nächte später im Osterfeuer verbrannt haben.

Texte, Stille, Zeit zum Reflektieren, dann Anbetung und ein offenes Ende. Auf dem Altar, geschmückt mit weißen Rosen, Buchsbaum, Palmblatt und Kerzen lag eine große Wurzel.

Wo habe ich meine Lebenswurzel, wird der Herr auch von mir geschmückt...? In der Mitte - das Ziborium. Ehre sei dir, König Jesus!
Der Karfreitag war geprägt von Innigkeit und Stille. Die Predigt handelte vom Opfertod Christi, der uns die Freiheit erkauft hat. Die gesamte Liturgie fand ich sehr berührend. Würdig das Lamm, das geopfert ist...
Dann - die Osternacht. Die Kapelle war bis auf den letzten Platz besetzt, in der Atmosphäre - Erwartung, Spannung, Freude... Dunkelheit, Kerzenschein und das kraftvoll geschmetterte Exsultet. Gänsehaut.

Dann die Lesungen. Eintauchen in Gottes Geschichte mit seinem Volk. Die Antwortpsalmen und “ein Gott, der das Meer teilt”... Schließlich das Gloria: Licht und Freude und Orgel! Auferstehung!! O wie wunderbar! Jedes Jahr aufs Neue ist dieser Augenblick so unbeschreiblich erhebend, wunderbar, besonders und herrlich!

Von den insgesamt 14 Erwachsenen, die sich im Einfach- Katholisch-Kurs auf ihre Taufe/Firmung vorbereitet hatten, fand für vier von ihnen die mit Sehnsucht erwartete Feier in St. Cäcilia statt.


Da ich als Kommunionhelfer vorn stand, fand ich es sehr bewegend, wie innig die jungen Leute diese Feier erlebt haben, wie sie mitgebetet und -gesungen haben.
Für Karin Buchholz und mich als Kantorinnen war "diese Nacht" mit ihren vielen wunderschönen Gesängen ein Höhepunkt, aber auch eine Herausforderung.
Manche Sachen haben wir dann abwechselnd gesungen, zum Beispiel die Allerheiligenlitanei vor der Taufe, was ich ungewohnt, aber richtig schön fand. Oder bereits die großen Fürbitten am Karfreitag, die Karin und Pater Giese wechselweise gesungen haben. Wunderbar.
Danke Reinhard Gunkel und Familie Thon für die tolle musikalische Vorbereitung und Mitgestaltung (auch der vielen neuen Antiphonen in den Mittwochsmessen der Fastenzeit und der Osteroktav) sowie eure wunderbare musikalische Begleitung! Wir haben viel lernen müssen, aber es hat sich auch voll gelohnt.
Danke Pater Giese für dein großes Engagement in Bezug auf die Evangelisation in unserer Pfarrei. Wir freuen uns über den spürbaren geistigen Aufwind und die wachsende Zahl der Menschen, die sich für unsere Kirche interessieren und die du bei ihrem Start ins Glaubensleben begleitest.
Da ich selbst erst vor 15 Jahren - also als Erwachsene - die Entscheidung getroffen hatte, meinen Weg mit Jesus zu gehen, erinnern mich die Konversionen in der Osternacht an meinen eigenen Lebensweg. Im Rückblick auf die letzten Jahre, die ich ein geistliches Leben führe, möchte ich jeden ermutigen und zu diesem Schritt beglückwünschen. Ich denke mit so viel Dankbarkeit darüber nach, welche neue Lebensqualität es ist, als Christ zu leben, überhaupt - welche Freude in mein Leben gekommen ist und welches Geschenk es ist, im Glauben zu wachsen und Jesus immer mehr kennenzulernen. Mit jedem weiteren Ostern empfinde ich, dass ich Dinge tiefer verstehe, dass sich andere Sichtweisen öffnen und mir Wahrheiten bewusst werden, die mich neu begeistern.
Allein unser letzter ENA-Kurs (Einfach Nachfolgen) hatte das Triduum zum Thema, das uns neues Wissen über das zentrale Fest aller Christen vermittelt hat, seine jüdischen Wurzeln im Paschafest und letztlich die Verheißungen Gottes, die sich in Jesus erfüllt haben. So ist uns "der Gott, der das Meer teilt... " sowohl in unserm Glaubenskurs als auch im Psalmsingen nach der 3. Lesung (...”Rosse und Wagen warf er ins Meer!”) wie ein roter Faden immer wieder in der Predigt zum Osterevangelium begegnet - als der Gott, der in unserem Leben alles möglich und alles neu machen kann. Wir haben einen Gott, der Wunder tut, der unsere Herzen neu schafft, der Menschen auf den Weg bringt und der bei uns bleibt bis zum Ende.
Ich glaube, nicht nur ich habe es besonders intensiv empfunden, wie Pater Giese das Triduum mit uns gefeiert hat. Jeder einzelne Tag und Teil hatte eine Tiefe, in die wir mitgenommen wurden.
Ich selbst gehe nach so viel geballter innerer Einkehr, Beichte, Anbetung und Feierlichkeit erneuert, gereinigt und auch irgendwie lichterfüllt hinein ins Leben. Und mit Lust auf alles Schöne wie zum Beispiel unsere Tradition des Osterlachens im Anschluss an die Feier der Osternacht. Mit Osterwitzen, lecker Weinchen und vielen bunten Eiern, gebackenen Lämmchen und entspannter Geselligkeit. Danke allen Helfern, die das wieder vorbereitet und kreativ geschmückt haben!
Am Ostermontag nach dem Gottesdienst reihten wir uns in die schöne Tradition des Emmausganges ein. Inzwischen wird sie von unglaublich vielen Leuten wahrgenommen, so belebt waren teilweise die Wege, auf denen wir unterwegs waren. In unserer Gemeinde hat sie vor einigen Jahren begonnen. Dank des guten Wetters wurde es ein schöner Waldspaziergang durch den Frühling, 10 km vom Wolkenberg über die beiden Lienewitzseen bis nach Caputh. Wir waren zu fünft + Jesus, haben dabei die Ostertage und so manches andere aus unserem Leben Revue passieren lassen und unsere Gemeinschaft genossen. Und bei allem gefunden: Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!
Sabine Diallo
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