01/03/2026 0 Kommentare
Hungertuch 2. Fastensonntag St. Cäcilia
Hungertuch 2. Fastensonntag St. Cäcilia
# Spirituelle Impulse - St. Cäcilia

Hungertuch 2. Fastensonntag St. Cäcilia

Zu unserer zweiten Geschichte gehören die drei Bilder am oberen Bildrand. Alle haben einen tiefblauen Hintergrund.

Das Blau, die Farbe des Himmels und des Meeres ist auch immer ein Symbol für Transzendenz, für das, was über unseren Verstehenshorizont hinausgeht. Weder die Höhe des Himmels noch die Tiefen der Meere können wir kontrollieren. Das ist allein Gott vorbehalten.
Davon setzt sich das Blau des Wassers im mittleren Bild deutlich ab, auf dem ein völlig überladen wirkendes Boot wie eine Nussschale auf dem Wasser treibt.

Die Augen der Menschen gehen alle zu dem Mann in der Mitte, welcher sorgenvoll in die Ferne schaut. Bei genauem Hinsehen bemerken wir die Tiere an der rechten Seite des Bootes und die Regentropfen, die sich bis weit in die Mitte des Bildes vor dem Blau abzeichnen und die das Blau dunkler erscheinen lassen. Diese Geschichte kennen wir alle, sie fehlt in keiner Kinderbibel: Noah und die Flut, so der Titel des Künstlers. Die beiden Bilder links und rechts erzählen uns was vorher und nachher geschah.

Die Menschen ignorieren Gott und seine Gebote. Sie kreisen um sich selbst. Die Augen sind abgewendet, mit den Händen halten sie sich ängstlich an sich selber fest. Die Augen Gottes ruhen hoffnungsvoll auf dem unteren Menschen. Aber auch der wendet sich ab, obwohl man ihm das schlechte Gewissen ansehen kann. Sein Kopf zeigt noch in Gottes Richtung, aber die ganze Person strebt schon von ihm weg. In der Bibel lesen wir: Die Menschen sind durch und durch böse. Sie fügen einander Schmerz und Leid zu. Die Bosheit der Menschen lässt Gott keine andere Wahl, als diese, von ihm geschaffene Menschheit zu vernichten. Er wollte einen Neuanfang und befiehlt Noah auf trockenem Land ein großes Schiff zu bauen. Noah fragt nicht warum – er baut. Er baut unter dem Gespött der Menschen, die ihn alle für verrückt erklären.
Danach – 150 Tage hoffen! Hoffen, wenn alles um uns herum im Nichts versinkt. Die Hoffnung ist nicht vernünftig! Sie eröffnet uns gegen jeden Anschein hin, gegen alle destruktiven Kräfte hin, eine bessere Zukunft. Wenn all das Negative in den Meeresfluten untergeht, dann fliegt die Hoffnungstaube über den Wassern. Und Gott lässt den Regenbogen als Versöhnungszeichen aufgehen.

Er umfasst als Friedenszeichen die Menschen und die Tiere und die ganze Natur. Die Menschen heben nun ihre Augen auf zu Gott und haben die Hände zum Gebet gefaltet. Gott und seine Schöpfung sind wieder eins.
Wir müssen nicht die Umwelt retten – wir müssen uns retten! Wenn wir Menschen Gottes Gebote befolgen würden, hätten wir kein Umweltproblem. Solange der Mensch nicht bereit ist von seinem bösen, eigennützigen Tun abzulassen, ist die Rettung der Umwelt Heuchelei. Solange Menschen das Gleichgewicht von Gottes Schöpfung für ihre Belange zerstören, wird das Umweltproblem immer Theorie bleiben. Das Problem ist nicht die Umwelt – das Problem sind wir, die Menschen.
Die Kirchenväter haben Christus als die rettende Planke im Schiffbruch dieser Welt bezeichnet. Es gibt keinen Frieden ohne Gott – Gott ist der Frieden.
Den Impuls zum ersten Fastensonntag finden Sie hier: https://www.allerheiligen.de/s...
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